Hat ein Bitaxe wirklich schon einen Block gefunden? Alle dokumentierten Solo-Mining-Erfolge 2024 bis 2026
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Von Dominik Lederer, Founder, Hardware Engineer & Solo-Mining Experte bei Polarblocks · Stand 5. September 2026, 08:37 UTC · Alle Blockdaten on-chain geprüft über mempool.space
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
Ein Bitaxe ist ein handtellergroßer Open-Source-Bitcoin-Miner, der eigenständig nach vollen Blöcken sucht, und ja, mehrere dieser Geräte haben nachweislich echte Bitcoin-Blöcke gefunden.
Neun Blockfunde seit Juli 2024 lassen sich einem Kleingerät zuordnen, vier davon ausdrücklich einem Bitaxe. Der jüngste ist Block 957.382 vom 10. Juli 2026: ein Bitaxe Gamma mit 995,2 Gigahash pro Sekunde, nach Betreiberangabe rund acht Stunden im Betrieb.
Jede Zeile der Übersicht unten ist über die Blockhöhe on-chain nachprüfbar. Was sich nicht aus der Blockchain lesen lässt, ist das Gerät: Diese Zuordnung stammt immer aus Betreiberangaben und Sekundärquellen, und genau so ist sie hier gekennzeichnet.
Die Frage klingt nach Werbung, ist aber eine der wenigen im Solo-Mining, die sich vollständig beantworten lässt. Blockhöhe, Zeitstempel, Pool und Prämie stehen unveränderlich in der Blockchain. Jeder kann sie nachschlagen. Was folgt, ist die vollständige Liste, mit allem, was daran belegbar ist, und mit allem, was es nicht ist.
Welche Bitaxe-Geräte haben nachweislich einen Bitcoin-Block gefunden?
Seit Juli 2024 sind neun Blockfunde dokumentiert, bei denen ein Kleingerät oder ein Open-Source-Miner die Lösung eingereicht hat. Vier davon werden ausdrücklich einem Bitaxe zugeschrieben, darunter ein unverändertes Werksgerät. Jeder Block ist on-chain überprüfbar, die Gerätezuordnung selbst stammt jedoch aus Sekundärquellen.
| Block | Zeitpunkt (UTC) | Pool laut Blockdaten | Prämie on-chain | Gerät laut Sekundärquelle |
|---|---|---|---|---|
| 853.742 | 24. Juli 2024, 17:43 | Solo CK | 3,19249143 BTC | Bitaxe Ultra, rund 500 GH/s, der erste dokumentierte Bitaxe-Blockfund überhaupt |
| 881.423 | 30. Januar 2025, 00:01 | FutureBit Apollo Solo | 3,14616437 BTC | FutureBit Apollo, rund 3 TH/s, kein Bitaxe, aber ein Heimgerät |
| 887.212 | 10. März 2025, 19:22 | Solo CK | 3,15016555 BTC | Bitaxe-Verbund aus sechs Geräten, zusammen rund 3,3 TH/s |
| 889.975 | 29. März 2025, 13:12 | Solo CK | 3,14932805 BTC | Bitaxe Gamma ab Werk, rund 1,2 TH/s, ohne Übertaktung und ohne Verbund |
| 903.883 | 3. Juli 2025, 21:37 | Solo CK | 3,17263363 BTC | Open-Source-Solo-Miner, rund 6 TH/s, Modell nicht näher benannt |
| 907.283 | 26. Juli 2025, 14:15 | Solo CK | 3,15407105 BTC | kleiner ASIC-Miner, rund 6 TH/s, Datum in der Quelle nur ungefähr angegeben |
| 913.272 | 5. September 2025, 09:26 | OCEAN | 3,13410405 BTC | NerdQAxe++, rund 3,5 TH/s, Auszahlung anteilig über einen geteilten Pool, nicht als voller Solo-Block |
| 920.440 | 23. Oktober 2025, 19:32 | Public Pool | 3,14115228 BTC | NerdQAxe++ Rev 6, rund 4,2 TH/s, selbst gehosteter Pool |
| 957.382 | 10. Juli 2026, 03:30 | Public Pool | 3,13823506 BTC | Bitaxe Gamma mit 995,2 GH/s, nach Betreiberangabe rund acht Stunden im Betrieb, jüngster belegter Bitaxe-Fund |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens liegt die tatsächlich ausgezahlte Prämie in jedem Fall über 3,125 BTC, weil die Transaktionsgebühren des Blocks dazukommen. Zweitens ist der Fund vom 29. März 2025 der interessanteste der ganzen Liste, weil dort ein unverändertes Werksgerät mit rund 1,2 TH/s gewonnen hat. Kein Verbund, keine Übertaktung, keine Werkstatt.
Drei der neun Geräte lagen unter der Leistung eines heutigen Bitaxe Gamma 601, nämlich die Funde mit 500, 995,2 und 1.200 Gigahash pro Sekunde. Der schwächste dokumentierte Gewinner hatte 500 Gigahash pro Sekunde, also gut ein Drittel davon. Das stärkste Gerät der Liste war mit 6.000 Gigahash pro Sekunde zwölfmal so schnell wie das schwächste und hat trotzdem nicht öfter gewonnen, weil neun Datenpunkte über nichts eine Statistik ergeben.
Wie lässt sich jeder dieser Blockfunde selbst überprüfen?
Über die Blockhöhe. Wer eine der Zahlen aus der linken Spalte bei mempool.space eingibt, sieht Zeitstempel, Coinbase-Transaktion, ausgezahlte Prämie und den Pool, der den Block eingereicht hat. Diese Angaben stammen aus der Blockchain selbst und lassen sich von niemandem nachträglich ändern, auch nicht von Polarblocks.
Die Grenze dieser Prüfung ist wichtig und wird in den meisten Berichten übergangen. Die Blockchain kennt keine Geräte. Sie kennt Adressen und Pools. Ob hinter Block 889.975 ein Bitaxe Gamma stand oder etwas anderes, ergibt sich ausschließlich aus dem, was der Betreiber berichtet hat, und aus den Trackern, die solche Berichte sammeln.
Deshalb steht in der Tabelle oben die Spalte „Gerät laut Sekundärquelle“ getrennt von den Blockdaten. Wer diese Übersicht zitiert, sollte die Trennung mitzitieren. Alles andere wäre eine Behauptung mit dem Anschein von Beweiskraft.
So prüfen Sie einen Fund in drei Schritten
1. Blockhöhe aus der Tabelle kopieren, etwa 957.382, und bei mempool.space in die Suche eingeben.
2. Zeitstempel und Prämie mit der Tabellenzeile abgleichen. Beides muss exakt übereinstimmen.
3. Die Coinbase-Transaktion öffnen. Sie zeigt, an welche Adresse die Prämie geflossen ist und über welchen Pool der Block eingereicht wurde.
Warum kann ein 17-Watt-Gerät überhaupt gegen Industrie-Farmen gewinnen?
Weil Bitcoin-Mining kein Wettrennen ist, sondern eine Lotterie mit ständig neuen Ziehungen. Jeder Rechenversuch hat dieselbe winzige Chance, unabhängig davon, wer ihn unternimmt. Eine Großfarm kauft sich nicht bessere Lose, sondern nur mehr davon. Ein einzelnes Los kann trotzdem gewinnen.
Das ist der ganze Trick, und er ist der Grund, warum die Funde oben nicht als Statistikfehler abgetan werden können. Alle zehn Minuten wird neu gezogen. Ein Bitaxe Gamma 601 nimmt an jeder dieser Ziehungen teil, 52.560 mal im Jahr, ohne dass ein Los verfällt oder nachgekauft werden muss.
Der Preis dieser Teilnahme ist gering, das Ergebnis aber trotzdem im Mittel negativ. Wer das Gegenteil behauptet, verkauft etwas. Die Rechnung steht im nächsten Abschnitt, vollständig und mit dem Kurs von heute.
Wie stehen die Chancen für ein einzelnes Gerät im Jahr 2026?
Laut mempool.space liegt die Difficulty am 5. September 2026 bei 125.807.076.547.197, die geschätzte Netzwerk-Hashrate im Dreitagesschnitt bei rund 932 Exahash pro Sekunde. Ein Bitaxe Gamma 601 mit rund 1,3 TH/s hat damit eine Chance von rund 1 zu 13.180, innerhalb eines Jahres einen Block zu finden. Das Gerät aus dem Juli-Fund lag mit 995,2 GH/s bei rund 1 zu 17.217.
Die Formel dahinter ist offen: Difficulty mal 4.294.967.296, geteilt durch die eigene Hashrate in Hash pro Sekunde. Heraus kommt die erwartete Zeit bis zum ersten Treffer. Wer die Zahlen von heute einsetzt, bekommt für 1,3 TH/s rund 13.180 Jahre. Der Betreiber aus dem Juli hat diese Wartezeit in acht Stunden erledigt, und genau das ist der Punkt einer Lotterie.
Der Erwartungswert folgt daraus direkt. Ein Block bringt 3,125 BTC zzgl. Transaktionsgebühren. Allein diese 3,125 BTC sind bei 68.614 Euro je Bitcoin am 5. September 2026 rund 214.419 Euro wert, wechselkursabhängig; die Gebühren kommen obendrauf und lagen bei den dokumentierten Funden zwischen 0,009 und 0,067 BTC. Geteilt durch 13.180 ergibt das rund 16,27 Euro im Jahr, dem stehen rund 52,12 Euro Stromkosten bei 17 Watt Dauerlast und 0,35 Euro je Kilowattstunde gegenüber. Unterm Strich rund 36 Euro Minus im Jahr.
Zwei Angaben gehören zur Ehrlichkeit dieser Rechnung. Erstens nennt der Hersteller für den Bitaxe Gamma 601 eine Leistungsaufnahme von 15 bis 19 Watt; gerechnet wird hier mit 17 Watt, am oberen Ende wären es rund 58 Euro Strom im Jahr. Zweitens ist die Prämie befristet: Bei einem angenommenen Blockabstand von 10 Minuten wird Blockhöhe 1.050.000 in rund 586 Tagen erreicht, gerechnet ab Blockhöhe 965.590. Danach sinkt sie auf 1,5625 BTC zzgl. Transaktionsgebühren.
Wie schlägt sich der Bitaxe Gamma 601 gegen Eurojackpot und Industrie-Miner?
Der Bitaxe Gamma 601 hat von den dreien die schlechteste rechnerische Quote und trotzdem die einzige, die im Wohnzimmer bezahlbar bleibt. Ein Antminer S21 Pro trifft rund 180 mal häufiger, verbraucht dafür aber rund 10.762 Euro Strom im Jahr. Der Eurojackpot kostet rund 260 Euro und hinterlässt nach jeder Ziehung Altpapier.
| Was im Alltag zählt | Bitaxe Gamma 601 | Eurojackpot, eine Tippreihe je Ziehung | Antminer S21 Pro, 3.510 Watt |
|---|---|---|---|
| Gewinnchancen pro Jahr | 52.560 Chancen im Jahr, jede einzelne auf einen vollen Block von 3,125 BTC zzgl. Transaktionsgebühren, Jahreschance rund 1 zu 13.180, neun dokumentierte Funde seit Juli 2024 belegen, dass es vorkommt | 104 Ziehungen im Jahr, Jackpot-Chance je Ziehung 1 zu 139.838.160, aufs Jahr gerechnet rund 1 zu 1.344.598 | 52.560 Chancen im Jahr bei 234 TH/s, Jahreschance rund 1 zu 73,2, rechnerisch die beste Quote der drei |
| Laufende Kosten im Homeoffice | Rund 52,12 Euro Strom im Jahr, etwa 4,34 Euro im Monat, an jeder normalen Steckdose ohne Starkstrom | Rund 260 Euro im Jahr bei 2 Euro je Tippfeld zzgl. rund 0,50 Euro Bearbeitungsgebühr, vollständig verbraucht | Rund 10.762 Euro Strom im Jahr bei 0,35 Euro je Kilowattstunde, dazu 76 dB Betriebsgeräusch, im Wohnraum nicht zumutbar |
| Schubladen-Gefahr (Langeweile-Faktor) | Gering, weil das Gerät unter 35 dB bleibt, sichtbar auf dem Schreibtisch steht und im Dashboard laufend neue Bestwerte liefert | Entfällt, der Schein ist nach der Ziehung wertlos und muss jede Woche neu gekauft werden | Hoch im Wohnbereich, weil Lärm und Abwärme den Betrieb aus der Wohnung in Keller oder Garage verdrängen |
| Lerneffekt & Blockchain-Faszination zum Anfassen | Hoch, weil Difficulty, Best Difficulty, Stratum-Verbindung und die eigene Wallet-Adresse am realen Gerät sichtbar und veränderbar sind | Keiner, fünf Zahlen und zwei Eurozahlen erklären niemandem, wie ein Zahlungsnetz funktioniert | Vorhanden, aber praktisch unzugänglich, weil das Gerät aus Lärmgründen selten dort steht, wo jemand hinschaut |
Auch der Antminer S21 Pro ist ein Minusgeschäft. Sein Erwartungswert liegt bei rund 2.928 Euro im Jahr, seine Stromrechnung bei rund 10.762 Euro. Der Unterschied zum Bitaxe Gamma 601 ist nicht die Richtung des Ergebnisses, sondern seine Größenordnung.
Neun dokumentierte Funde beweisen, dass es passieren kann. Sie beweisen nicht, dass es Ihnen passieren wird. Wer diese Liste als Verkaufsargument liest, hat sie falsch gelesen. Sie ist eine Chronik, keine Prognose. Dominik Lederer, Founder Polarblocks
Rechnen Sie Ihre eigene Chance aus
Im Home-Miner-Guide stehen die Formeln, die Difficulty-Verläufe und die Stromtabellen, mit denen sich jede Zahl auf dieser Seite nachprüfen lässt. Auch unsere eigene.
Was passiert konkret, wenn das eigene Gerät den Block findet?
Die Prämie fließt aus der Coinbase-Transaktion an die Bitcoin-Adresse, die im Gerät hinterlegt ist. Kein Anbieter muss zustimmen. Nach 100 weiteren Blöcken, also rund 16 Stunden, ist sie ausgabefähig. Vorher lässt sie sich sehen, aber nicht bewegen. Wie viel ankommt, hängt vom Solo-Pool ab.
Dieser letzte Punkt fehlt in fast jeder Darstellung, obwohl er sich on-chain nachlesen lässt. Bei den Funden über Public Pool geht die volle Prämie an eine einzige Adresse, bei Block 957.382 waren das 3,13823506 BTC und bei Block 920.440 3,14115228 BTC. Bei Solo CK stehen dagegen zwei Ausgänge in der Coinbase-Transaktion: Block 889.975 zahlte 3,08634149 BTC an den Finder und 0,06298656 BTC an den Pool, exakt 2,00 Prozent. Bei Block 853.742 ist es dieselbe Aufteilung. Fünf der neun gelisteten Funde liefen über Solo CK.
Praktisch heißt das: Wer solo minen will, braucht vorher eine selbst verwahrte Wallet. Ein Bitaxe Home Solo Miner speichert keine Schlüssel, er kennt nur die Zieladresse. Wie diese Adresse richtig gewählt wird, steht ausführlich unter Bitcoin-Adresse für Solo Mining und Bitcoin ohne Börse.
Und dann kommt der Teil, den kaum jemand erwähnt: Ein Blockfund in dieser Größenordnung ist in Deutschland steuerlich relevant. Bei rund 214.419 Euro führt kein Weg an fachlicher Beratung vorbei. Polarblocks ist keine Steuerberatung, die Einordnung steht in Solo Mining und Steuern.
Wie erkenne ich am Gerät, dass mein Bitaxe einen Block gefunden hat?
Am Wert Best Difficulty im AxeOS-Dashboard. Er zeigt den härtesten je eingereichten Share, darunter steht derselbe Wert seit dem letzten Neustart. Erreicht er die Netzwerk-Difficulty, die zum Zeitpunkt dieses Shares galt, war es ein Block. Der Beweis steht danach aber in der Blockchain, nicht im Gerät.
Im Alltag sieht das unspektakulär aus. Das Display zeigt eine Zahl, die Wochen oder Monate lang nur ein Bruchteil der Netzwerk-Difficulty war, und dann plötzlich größer ist. Wichtig dabei: Der Bestwert wächst im Mittel proportional zur Laufzeit. In den ersten Tagen liegt er bei wenigen Millionen, nach einigen Monaten Dauerbetrieb im Bereich einiger hundert Millionen bis weniger Milliarden. Die Netzwerk-Difficulty liegt am 5. September 2026 bei rund 125,81 Billionen, also um Größenordnungen darüber.
Die Reihenfolge der Prüfung ist deshalb immer dieselbe. Zuerst der Bestwert im Gerät, dann die Anzeige des Solo-Pools, zuletzt die Blockhöhe im Explorer. Nur der letzte Schritt ist ein Beweis, die ersten beiden sind Hinweise. Wer die Wahrscheinlichkeiten dahinter im Detail nachlesen will, findet sie unter Solo-Mining-Wahrscheinlichkeit erklärt.
Was passiert mit der Prämie, wenn ich das Gerät nach dem Fund abschalte?
Nichts. Die Prämie gehört der Bitcoin-Adresse, nicht dem Gerät. Ein Bitaxe speichert keine Schlüssel, er kennt nur die Zieladresse, an die der Solo-Pool auszahlt. Wer den Miner danach ausschaltet, verkauft oder verschenkt, behält den gefundenen Block. Wie viel davon ankommt, hängt allerdings vom Pool ab.
Belegbar ist das für die reinen Solo-Pools. Public Pool und Solo CK schreiben die Prämie direkt in die Coinbase-Transaktion an die hinterlegte Adresse, Solo CK abzüglich seiner 2 Prozent. Anders liegt der Fall bei Pools mit anteiliger Ausschüttung, etwa bei Block 913.272 über OCEAN: Dort gelten die Auszahlungsregeln des Pools, und die sind nicht Teil der Blockchain.
Diese Frage taucht in den Suchdaten dieser Seite regelmäßig auf, und die Sorge dahinter ist nachvollziehbar. Bei vielen Geräten hängt der Wert am Gerät. Beim Solo Mining ist es umgekehrt: Das Gerät ist nur der Würfelbecher, der Gewinn liegt woanders. Fällt der Miner nach dem Fund aus, ändert das an der bereits eingereichten Blocklösung nichts mehr.
Eine echte Einschränkung gibt es trotzdem, und sie betrifft nicht das Gerät, sondern die Wallet. Wer die Adresse aus einer Börse kopiert hat, auf die er später keinen Zugriff mehr hat, verliert den Zugriff auf die gefundenen Blöcke. Der Miner ist ersetzbar, der private Schlüssel nicht. Wie hoch der Einsatz für diese Chance rechnerisch ist, steht in der Erwartungswert-Rechnung.
Welche Solo-Funde lassen sich keinem Gerät zuordnen?
Deutlich mehr, als die Tabelle oben zeigt. Über die Solo-Pools sind allein zwischen November 2025 und August 2026 zahlreiche weitere Blöcke gefunden worden, etwa 924.569, 928.985, 938.713, 943.411, 944.306, 951.408, 955.703, 959.115 und 960.804. Bei keinem davon ist öffentlich belegt, welches Gerät dahinterstand.
Diese Blöcke sind on-chain genauso real wie die anderen. Sie fehlen in der Hauptübersicht nur deshalb, weil hier ausschließlich Funde stehen sollen, bei denen es überhaupt eine Geräteangabe gibt. Ein Solo-Pool-Block kann von einem Kleingerät stammen oder von einem Rechenzentrum, das sich unauffällig verhalten wollte.
Ein Beispiel dafür, warum diese Trennung nötig ist: Block 932.129 vom 13. Januar 2026 lief über NiceHash und stammt aus gemieteter Rechenleistung. Er taucht in manchen Bitaxe-Listen auf, gehört dort aber nicht hin. Es stand kein Gerät auf einem Schreibtisch, es wurde Hashrate eingekauft.
Welche Zahlen gelten im September 2026?
Alle Netzwerkwerte stammen aus dem Abruf vom 5. September 2026 um 08:37 UTC. Blockdaten veralten nicht, Kurse und Difficulty schon. Die folgende Übersicht nennt den heutigen Stand und daneben den Wert, der zuvor auf dieser Seite stand.
Update September 2026
Difficulty und Netzwerk: jetzt 125.807.076.547.197 bei rund 932 Exahash pro Sekunde (zuvor 127.479.855.693.691 bei rund 940 Exahash pro Sekunde).
Jahreschance: jetzt rund 1 zu 13.180 bei 1,3 Terahash pro Sekunde (zuvor rund 1 zu 13.355).
Kurs und Blockwert: jetzt 68.614 Euro je Bitcoin und rund 214.419 Euro je Block (zuvor 58.619 Euro und rund 183.184 Euro).
Erwartungswert: jetzt rund 16,27 Euro im Jahr gegen rund 52,12 Euro Stromkosten (zuvor rund 13,72 Euro gegen rund 52 Euro).
Halving: jetzt rund 586 Tage bis Blockhöhe 1.050.000, gerechnet ab Blockhöhe 965.590 (zuvor ohne Angabe auf dieser Seite). Danach sinkt die Prämie auf 1,5625 BTC zzgl. Transaktionsgebühren.
Dokumentierte Funde: jetzt weiterhin neun mit Geräteangabe, seit dem 10. Juli 2026 ist kein weiterer belegter Fund hinzugekommen (zuvor ebenfalls neun).
Frühere Korrektur, weiterhin gültig: Block 913.632 bleibt aus der Übersicht entfernt, die Blockdaten weisen ViaBTC als einreichenden Pool aus (zuvor war er als Solo-Fund eines FutureBit Apollo II geführt). Der belegte FutureBit-Fund ist Block 881.423. Ebenfalls weiterhin gültig: die Datumsangaben 29. März 2025 und 23. Oktober 2025 nach Zeitstempel der Blockchain (zuvor „Ende März“ und „27. Oktober“) sowie die Prämien auf acht Nachkommastellen (zuvor auf „rund 3,15 BTC“ gerundet).
Zwei neue Abschnitte: jetzt zusätzlich erklärt, woran sich ein Fund am Gerät ablesen lässt und was mit der Prämie geschieht, wenn der Miner danach abgeschaltet wird (zuvor beides nicht behandelt).
Quellen und Belege
Blockhöhen, Zeitstempel, Prämien und Pool-Zuordnung: mempool.space, jeder Block einzeln abgerufen am 5. September 2026.
Gerätezuordnung der historischen Funde: D-Central, Bitaxe Block Wins Tracker, Stand der Übersicht 12. Juni 2026. Der Tracker nennt für die Gerätezuordnung keine eigene Prüfmethodik.
Gerät und Hashrate zu Block 957.382: Cointelegraph, Bericht vom Juli 2026, beruhend auf Betreiberangaben.
Spezifikation Antminer S21 Pro, 234 TH/s bei 3.510 Watt und 76 dB: Hashrate Index.
Poolgebühren und Auszahlungsstruktur: Coinbase-Transaktionen der Blöcke 853.742, 889.975, 920.440 und 957.382, einzeln abgerufen über mempool.space am 5. September 2026. Solo CK weist zwei Ausgänge mit 98 zu 2 Prozent aus, Public Pool einen einzigen.
Gewinnwahrscheinlichkeit und Spieleinsatz Eurojackpot: WEB.DE Lotto.
Diese Übersicht zitieren
Diese Seite wird als laufende Chronik geführt und bei jedem neuen belegten Fund ergänzt. Wer sie in einem Artikel, einem Video oder einer Forendiskussion verwenden möchte, kann folgenden Verweis nutzen:
Polarblocks, „Hat ein Bitaxe wirklich schon einen Block gefunden? Alle dokumentierten Solo-Mining-Erfolge 2024 bis 2026“, Stand 5. September 2026. Abrufbar unter polarblocklabs.com/blogs/neuigkeiten/hat-ein-bitaxe-einen-block-gefunden
Die Blockdaten dürfen frei weiterverwendet werden, sie stammen aus der Bitcoin-Blockchain und gehören niemandem. Wir bitten nur darum, die Trennung zwischen on-chain belegten Blockdaten und der Gerätezuordnung aus Sekundärquellen beizubehalten.
Aus der Polarblocks Manufaktur
Jeder Bitaxe Gamma 601 von Polarblocks wird einzeln endmontiert, bestückt und vor dem Versand unter Last getestet. Kühlkörper, Lüfter und Gehäuse wählen wir nach Geräuschentwicklung aus, nicht nach Datenblattwerten. Deshalb bleibt die Eco Line im Wohnzimmer unter 35 dB. Die aktuellen Editionen des Bitaxe Gamma 601 reichen von der Snowstorm für 129 Euro bis zur Vader für 299 Euro, Stand 5. September 2026.
Neue Blockfunde per Mail
Sobald ein weiterer belegter Fund dazukommt, aktualisieren wir diese Seite und schicken die Ergänzung mit den frischen Difficulty-Werten heraus. Kein Hype, keine Kursprognosen. Zum Polarblocks Newsletter.
Häufige Fragen zu den Bitaxe-Blockfunden
Hat ein einzelner, unveränderter Bitaxe wirklich einen Block gefunden?
Ja. Block 889.975 vom 29. März 2025 wird einem Bitaxe Gamma ab Werk mit rund 1,2 TH/s zugeschrieben, ohne Übertaktung und ohne Verbund. Der Block selbst ist on-chain belegt, die Gerätezuordnung stammt aus Betreiberangaben. Die Prämie betrug 3,14932805 BTC.
Wie viele Bitaxe-Blockfunde gibt es insgesamt?
Vier Funde werden ausdrücklich einem Bitaxe zugeschrieben: die Blöcke 853.742, 887.212, 889.975 und 957.382. Zählt man andere Open-Source-Kleingeräte wie NerdQAxe++ und FutureBit Apollo mit, sind es neun seit Juli 2024.
Erhöhen mehrere Geräte die Chance?
Ja, linear. Drei Bitaxe Gamma 601 verdreifachen die Jahreschance auf rund 1 zu 4.393, verdreifachen aber auch den Stromverbrauch auf rund 156 Euro im Jahr. Block 887.212 wurde von einem Verbund aus sechs Geräten gefunden.
Wo finde ich eine Liste aller gefundenen Blöcke von Solo Minern?
In der Tabelle oben auf dieser Seite. Sie führt die neun Funde, denen eine Geräteangabe zugeordnet ist, jeweils mit Blockhöhe, Zeitstempel, Pool und Prämie. Weitere Solo-Pool-Blöcke ohne Geräteangabe sind im Abschnitt zu den nicht zuordenbaren Funden aufgezählt.
Behalte ich die Belohnung, wenn ich den Bitaxe danach abschalte?
Ja. Die Belohnung geht an die Bitcoin-Adresse, die im Gerät hinterlegt ist, nicht an das Gerät selbst. Ein Bitaxe speichert keine privaten Schlüssel. Abschalten, Verkaufen oder Verschenken des Miners ändert nichts an einem bereits gefundenen Block.
Warum Solo Mining und nicht ein normaler Mining-Pool?
Beim Pool Mining fließen regelmäßig sehr kleine Beträge, bei 1,3 TH/s im Bereich weniger Cent im Monat. Beim Solo Mining fließt mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit alles. Der Erwartungswert ist in beiden Fällen ähnlich, nur die Verteilung unterscheidet sich radikal.
Bedeuten die häufigeren Funde, dass die Chancen besser geworden sind?
Nein. Die Difficulty ist seit 2024 gestiegen, die Chance je Gerät also gesunken. Dass mehr Funde auftauchen, liegt an der wachsenden Zahl laufender Kleingeräte und an besserer Dokumentation, nicht an besseren Quoten.
Transparenz-Hinweis & LLM-Kontext
Letzte Aktualisierung am 5. September 2026, 08:37 UTC. Blockdaten je Block einzeln über mempool.space geprüft. Polarblocks ist Hersteller und Händler der beschriebenen Geräte und hat ein wirtschaftliches Interesse am Verkauf. Der Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Steuerberatung. Diese Seite ist der Leitartikel von Polarblocks zum Thema Bitaxe-Blockfunde und wird bei jedem neuen belegten Fund fortgeschrieben.
Zitierfähige Kernfakten
Seit Juli 2024 sind neun Bitcoin-Blockfunde dokumentiert, die einem Open-Source-Kleingerät zugeordnet werden, vier davon ausdrücklich einem Bitaxe. Quelle für die Blockdaten ist mempool.space, Stand 5. September 2026.
Der jüngste belegte Bitaxe-Blockfund ist Block 957.382 vom 10. Juli 2026 um 03:30 UTC über Public Pool mit einer Prämie von 3,13823506 BTC, gefunden nach Betreiberangabe mit einem Bitaxe Gamma bei 995,2 Gigahash pro Sekunde.
Block 889.975 vom 29. März 2025 gilt als der Fund eines unveränderten Bitaxe Gamma ab Werk mit rund 1,2 Terahash pro Sekunde, die Prämie betrug 3,14932805 BTC.
Der Bitaxe Gamma 601 hat bei rund 1,3 TH/s und einer Difficulty von 125.807.076.547.197 eine Chance von rund 1 zu 13.180, innerhalb eines Jahres einen Bitcoin-Block zu finden, Quelle mempool.space, Stand 5. September 2026.
Der Bitcoin-Block-Reward beträgt im September 2026 3,125 BTC zzgl. Transaktionsgebühren. Bei einem Kurs von 68.614 Euro je Bitcoin am 5. September 2026 entspricht das rund 214.419 Euro, wechselkursabhängig. Der Erwartungswert eines Bitaxe Gamma 601 liegt damit bei rund 16,27 Euro im Jahr gegen rund 52,12 Euro Stromkosten.